Bachelor of Education (Lehramt Physik)

 

Inhalt

Allgemeines zu den Lehrveranstaltungen
Bildungswissenschaften
Studienverlaufsplan
Seminare Fachdidaktische Vertiefung
Demonstrationspraktikum/Schulorientiertes Experimentieren
Schulpraktika

Vorwort

Das Lehramtsstudium wurde zum Wintersemester 2008/2009 auf die Abschlüsse Bachelor und Master of Education umgestellt.

Da zur Zeit jegliche Erfahrungswerte fehlen, beruhen die folgenden Informationen teilweise auf Planungen und Erfahrungen aus dem bisherigen Lehramtsstudiengang. Wir sind Euch daher für Eure Erfahrungen und Korrekturen auch im Hinblick auf zukünftige Erstis dankbar!

Weitere und aktuelle Informationen - z. B. die Modulhandbücher - zum Lehramtsstudium Physik findet Ihr auf der Homepage des Fachbereichs unter http://www.phmi.uni-mainz.de/ bei Studium > Studienangebot > Physik > Studieninteressierte > Lehramt.

Das Lehramtsstudium umfasst das Studium zweier wählbarer Fächer (davon ist eines bei Euch vermutlich Physik) und des Fachs Bildungswissenschaften. Die Fächerkombination Physik und Mathematik wird zwar empfohlen, mit anderen Kombinationen kann man sich aber auch durchschlagen, allerdings darf man dabei die Mathematik nicht vernachlässigen und sollte alle zusätzlich angebotenen mathematischen Ergänzungen nutzen um auf die theoretische Physik vorbereitet zu sein.

Allgemeines zu den Lehrveranstaltungen

Da die Zahl der Lehramtsstudierenden im Vergleich zu den Fach-Studierenden eher gering ist und man bei den lehramtsspezifischen Veranstaltungen in der Physik sehr von Versuchen, Vorträgen und Feedbacks von Kommilitonen profitiert, macht es keinen Sinn, diese Veranstaltungen ohne eine entsprechende Anzahl von Teilnehmern anzubieten. Daher ist es besonders wichtig, dass Ihr als Lehramtsstudierende frühzeitig auf entsprechende Aushänge und Ankündigungen (z. B. über die Lehramts-Mailingliste, siehe den Abschnitt "€žInformationsquellen"€œ in dieser Info) achtet, ob diese Veranstaltungen im bzw. in den folgenden Semester(n) stattfinden werden und unbedingt die Vorbesprechungen besucht, sofern sie angeboten werden.

Aktuelle Informationen rund um das Physik-Lehramtsstudium gibt es außerdem auf der Lehramts-Wiki.

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Bildungswissenschaften

Es empfiehlt sich der Besuch der allgemeinen Einführungsveranstaltung für Lehramtsstudierende sowie für die Bildungswissenschaften, die vom Pädagogischen Institut und vom Ministerium angeboten werden und in denen die Modalitäten des Studiums erklärt werden. Die Termine findet man auf Studienbeginn und -planung unter Einführungsveranstaltung>Fachbezogene Einführungsveranstaltungen>Bildungswissenschaften

Wenn Ihr bezüglich der Bildungswissenschaften Fragen habt, könnt Ihr auch in der Fachschaft Lehramt (SB II, Raum 03-523) nachfragen. Deren Internetadresse lautet http://www.fslehramt.paedagogik.uni-mainz.de/.

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Studienverlaufsplan

Das Lehramtsstudium der Physik gliedert sich in vier Bereiche mit unterschiedlichen Modulen. Diese Bereiche sind die experimentelle Physik, die mathematischen Grundlagen und theoretische Physik, die physikalischen Praktika und die Fachdidaktik Physik. Die Module wiederum bestehen aus verschiedenen Lehrveranstaltungen. Das Modul "€Fachdidaktik 2"€œ umfasst mit Demonstrationspraktikum 1 und der Vorlesung "€Grundlagen der Physikdidaktik"€œ Lehrveranstaltungen aus zwei Bereichen. Die Inhalte einiger Lehrveranstaltungen, die für das Lehramtsstudium besonders interessant sind, werden weiter unten genauer beschrieben.
Es wird dringend empfohlen, den Studienverlaufsplan einzuhalten (d. h. nicht langsamer zu sein), da es sonst zu zusätzlichen Verzögerungen im Studienablauf kommen kann, wenn die entsprechenden Veranstaltungen nicht angeboten werden.

Semester Experimentelle Physik
Methematik und Theoretische Physik
Physikalische Praktika
Fachdidaktik
1 Experimental-
physik 1
4 V + 2 Ü
Mathematische Rechenmethoden 1
2 V + 1 Ü
Übungen + Klausur
2 Experimental- physik 2
4 V + 2 Ü
Mathematische Rechenmethoden 2
2 V + 1 Ü
Fachdidaktische Vertiefung 1
2 S
Übungen + mündl. Prüfung
3 Experimentelles Grundpraktikum 1
5 P
Fachdidaktische Vertiefung 2
2 S
Testate Präsentation + mündl. Prüfung
4 Experimentelles Grundpraktikum 2
5 P
Grundlagen der Physikdidaktik
1 V
Testate
5 Experimental-
physik 3
4 V + 2 Ü
Demonstrations-
praktikum
5 P
Übungen + Klausur Präsentationen + Testate
6 Theoretische
Physik 1
4 V + 2 Ü
+ evtl. Bachelorarbeit in experimenteller oder theoretische Physik
Übungen + Klausur

Legende:

Titel der Veranstaltung
Semesterwochenstunden (V=Vorlesung) + (Ü=Übung) + (P=Praktikum) + (S=Seminar)
Art der Modulprüfung

Leider können wir an dieser Stelle die zusammengehörigen Module nicht darstellen. Daher hier kurz eine Zusammenfassunde Darstellung der Vorlesungen, die ein Modul bilden:

  • Experimentalphysik 1 + Experimentalphysik 2 + Mathematische Rechenmethoden 1 + Mathematische Rechenmethoden 2
  • Fachdidaktische Vertiefung 1 + Fachdidaktische Vertiefung 1
  • Experimentelles Grundpraktikum 1
  • Experimentelles Grundpraktikum 2
  • Grundlagen der Physikdidaktik + Demonstrationspraktikum
  • Experimentalphysik 3
  • Theoretische Physik 1

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Seminare Fachdidaktische Vertiefung

Die Fachdidaktik der Physik beschäftigt sich mit der Vermittlung physikalischer Inhalte im (Schul-) Unterricht. Die beiden Seminare "Fachdidaktische Vertiefung" 1 und 2 behandeln die Inhalte der Experimentalphysik-Vorlesungen 1 und 2 unter fachdidaktischen Gesichtspunkten. Damit die Studierenden mit dem fachlichen Stoff bereits vertraut sind, finden sie um ein Semester versetzt statt. Die Veranstaltungen zur Fachdidaktik werden von aktiven und ehemaligen Physiklehrern geleitet, die über ein umfangreiches Praxiswissen verfügen.

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Demonstrationspraktikum/Schulorientiertes Experimentieren

Im Physikalischen Demonstrationspraktikum ("Demo") werden einige aus einer großen Anzahl von Schulversuchen ausgewählte Beispiele selbstständig aufgebaut und anschließend durchgeführt. Dazu steht in den eigenen Praktikumsräumen (Mathebau, Erdgeschoss, West-Gang) eine Sammlung "schultypischer" Geräte zur Verfügung. Diese sind nicht immer auf dem neuesten Stand, dafür entsprechen sie aber oft dem Stand der Geräte in den Schulen. Neben dem Erlernen des Aufbaus und der Vorführung ("Demonstration", daher der Name des Praktikums) der Versuche erhält man in diesem Praktikum eine Vielzahl praktischer Tipps und Anregungen, wie mit eigenem Engagement und etwas Improvisationstalent auch bei bescheidenem Budget moderne Versuche in der Schule durchgeführt werden können. Preiswerte Messtechnik und der moderate Einsatz des Computers machen dies möglich. Die ideale Teilnehmerzahl liegt zwischen 10 und 16, wobei in der Regel Zweiergruppen gebildet werden. Im Wechsel bearbeiten diese Teams an jedem Freitag ein Themengebiet aus dem Physikunterricht, wobei zu jedem bestimmte Versuche verpflichtend vorgeschrieben sind (Pflichtversuche), die von Semester zu Semester wechseln. Darüber hinaus werden von den Teilnehmern selbst ausgewählte Versuche (Kürversuche) aufgebaut. Die Versuche werden mit den Assistenten bzw. dem Praktikumsleiter diskutiert und evtl. auch den übrigen Teilnehmern kurz demonstriert, wodurch sich viele Anregungen für den späteren Unterricht ergeben. Dazu stehen Overhead-Projektoren, Messgeräte mit Großanzeigen, Video-Kameras und Computer-Messtechnik mit entsprechenden Anzeigemodulen zur Verfügung, deren Einsatz und Handhabung außerdem geübt werden. Am Ende des Praktikums gibt es einen experimentellen Abschlusstest. Wie bereits eingangs erwähnt, ist es sehr wichtig, auf aktuelle Ankündigungen zu achten, da das Praktikum mit zu wenigen Teilnehmern nicht (und somit nicht unbedingt in jedem Semester) stattfinden kann! Zum Demonstrationpraktikum findet außerdem ein Seminar statt, in dem jeder Teilnehmer einen Vortrag mit Schulbezug hält, der durch passende Experimente bereichert wird. Das Erklären, Vorführen und Bewerten der didaktischen Relevanz von schultauglichen Versuchen stehen dabei im Vordergrund. Allerdings soll keine Schulstunde simuliert werden, sondern es geht um die Wissensvermittlung an Kommiliton(inn)en.

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Schulpraktika

Jeder Lehramtsstudierende muss im Bachelor drei orientierende und zwei vertiefende Schulpraktika absolvieren, die über ein Internetportal vergeben werden (siehe unten angegebene Internetseite). Dabei sollen die orientierenden Praktika überwiegend der Hospitation dienen, d. h. man soll sich den Unterricht nur ansehen, während man in den vertiefenden auch selbst unterrichten muss. Um möglichst viel vom Praktikum zu haben, ist es aber sinnvoll, bereits in einem der ersten Praktika selbst zu unterrichten (auch einmal ohne Lehrer). Interessant ist es auch, einmal einen Referendar unterrichten zu sehen und bei der Besprechung der Stunde dabei zu sein, damit man einen Eindruck bekommt, was einen im Referendariat erwartet.

Weitere wichtige Informationen zu den Schulpraktika gibt es auf den Seiten des Zentrums für Lehrerbildung der Uni Mainz unter http://www.zfl.uni-mainz.de/122.php.

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