Habilitationskomissionen

In einer Habilitationskommission(Habilitation=Lehrbefähigung) wird entschieden, ob jemand, der sich dazu beworben hat, habilitieren darf. Das bedeutet, dass ihre Aufgabe darin besteht, festzustellen, ob eine Person dazu fähig ist, in seinem Fach in voller Breite zu lehren und zu forschen. Voraussetzungen dafür sind die erfolgreiche Promotion, eine Habilitationsschrift, Lehrerfahrungen und ein Habilitationsvortrag.
Die eigentliche Arbeit der Kommission besteht nun darin, Gutachten über die Habilitationsschrift, meist von Experten auf dem entsprechenden Gebiet, einzuholen und mit Hilfe der Gutachten, Veröffentlichungen, Vorträge und eventuell der Evaluationen der Lehrveranstaltungen des Habilitands zu entscheiden.
Wenn die Kommission der Meinung ist, der Habilitand sei geeignet, wird er zu einem Habilitationsvortrag eingeladen in dessen Anschluss direkt durch den FBR über die Habilitation entschieden wird. Der Sinn des Vortrages ist es, dass der Habilitand zeigen soll, dass er sich in ein ihm unbekanntes Thema einarbeiten und es verständlich präsentieren kann.

Prinzipiell kann man über diese Kommissionen sagen, dass sie sehr wenig Einsatz erfordern. Das darf aber keinesfalls negativ ausgelegt werden, denn es ist einfach so, dass man als Student vieles, was hier behandelt wird, nicht beurteilen kann. Dennoch macht gerade das den Reiz aus, weil einem ermöglicht wird, Einblick in die Kommissionsarbeit zu erlangen, ohne viel tun zu müssen, wobei es natürlich immer hilfreich ist, wenn man bei dem Habilitand mal eine Vorlesung gehört hat und so wenigstens etwas beitragen kann.